privat Fachkraft für Rauchmelder nach DIN 14676 und "Q"

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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  kai_2409 vor 3 Jahre, 3 Monate.

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13. Dezember 2015 at 22:56 #2465

kai_2409

Hallo,
ich möchte gerne privat eine Schulung zur Fachkraft für Rauchmelder nach DIN 14676 und “Q” machen, um in z.B. meiner Mietwohnung meine eigenen Rauchmelder zu checken und dem Vermieter die Arbeit abnehmen, welcher eine Firma zur jährlichen Überprüfung beauftragen will.
Ich möchte in meinen privaten Räumlichkeiten nicht von Fremden gestört werden.
Wenn ich jetzt zusätzlich bei Freunden und Verwandten, welche meist diese ollen 1 Jahres Rauchmelder nutzen, austausche gegen hochwertige Modelle und die jährliche Prüfung übernehme, wie ist das dann mit der Haftung? Ich will ja kein Geld für die Prüfung haben, nur dafür sorgen das die Rauchmelder gescheit sind und funktionieren.
Wer haftet z.B. zwischen einer Prüfung und defekts des RWM wenn dieser dann versagen würde?

16. Dezember 2015 at 10:39 #2466

Lars Inderthal

Die Haftung im Allgemeinen ist auf das beschränkt, für das man verantwortlich ist. Im Falle der Montage von Rauchwarnmeldern ist der Monteur dafür verantwortlich, dass das Gerät nach Montageanleitung des Herstellers eingebaut wird. Darüber hinaus muss der Monteur, der die Montage als Dienstleistung für Dritte durchführt (bezahlt oder unbezahlt spielt hier keine Rolle) die DIN 14676 beachten.

Das hört sich aber komplizierter an, als es tatsächlich ist. Wichtig ist, die Rauchwarnmelder in den nach Landesbauordnung notwendigen Räumen (Schlafzimmer, Kinderzimmer, Rettungsweg) jeweils an der Decke und im Mindestabstand zu Wänden und anderen Gegenständen (z. B. Lampen) zu montieren. Die Betriebsbereitschaft zeigt der Rauchwarnmelder durch Druck auf die Prüftaste an. Das müssten Sie gewährleisten.

Wenn später der Rauchwarnmelder im Falle es eines Brandes nicht funktioniert, kann man den Monteur dafür nur selten haftbar machen. In den allermeisten Fällen liegt ein technisches Problem im Gerät selbst vor. Ein Haftungsproblem könnte der Monteur bekommen, wenn er “nicht zugelassene Montagemittel” verwendet. Wenn ein Rauchwarnmelder zum Beispiel mit einer Magnetbefestigung montiert wird, die nicht explizit in der Montageanleitung des Geräteherstellers genannt ist und das Gerät deswegen herunterfällt und so auch natürlich im Falle eines Brandes nicht alarmiert, kann das auf die falsche Montage und damit auf den Monteur zurückfallen. Davon abgesehen ist der Monteur natürlich für den defekten Rauchwarnmelder und ggf. den Schaden am Fußboden verantwortlich.

Die regelmäßige Prüfung der Geräte ist Sache der Bewohner. Allerdings muss der Monteur die Bewohner erstens darauf hinweisen, dass sie Geräte regelmäßig prüfen müssen und zweitens wie das geht.
Ich empfehle, den Bewohnern die Betriebsanleitung der eingebauten Geräte zusammen mit einen “Gerätepass und Wartungsheft” zu übergeben. Darin sind alle wichtigen Maßnahmen zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft dargestellt und der Monteur – wie auch die Eigentümer – haben einen Nachweis über den Einbau und die Unterweisung der Bewohner.

16. Dezember 2015 at 11:25 #2467

kai_2409

Hallo,
wie ich so eben erfahren habe, hat der Vermieter Rauchmelder von der Firma Ista angemietet, inkl. der jährlichen Wartung.
Ista und Techem haben wohl den Markt dafür entdeckt und verdienen sicher reichlich daran.
Ein Versetzen der Rauchmelder um z.B. eine Lampe Mittig im Raum zu befestigen ist nur möglich, wenn der Rauchmelder versetzt wird.
Das Problem, die Firma Ista verlangt dafür Geld, da die RM verplombt sind.
Mein Problem ist, ich will meine eigenen RM nutzen und auch warten.
Die Verbauten von Ista blinken alle 40 Sek. (Selbstcheck) was nervt, sind zusätzlich im Wohnzimmer verbaut wo ich keinen haben will und auch nicht vorgeschrieben sind.
Ich möchte auch nicht bei der Wartung im Schlafzimmer, damit der Istamann einmal im Jahr das Knöpfchen drückt, diesen in meine privaten Räumlichkeiten lassen.
Nach der HBO obliegt dem Mieter/Eigentümer der angemieteten Wohnung die Wartung.
Wie weit kann ich dies hier durchsetzen, auch natürlich eigene zu Nutzen welche zusätzlich viel schöner,
schlichter aussehen?
Als Mieter habe ich doch das Recht meine Räumlichkeiten zu gestalten und nicht der Vermieter.
Kann ich die Ista RM einfach abnehmen und Eigene befestigen?
Es kann auch nicht sein, das jährliche laufende Kosten der Mieter trägt, wenn dieser die RM kauft
und wartet?
Und Verbaute in Wohnzimmer und Küche kann man ja wohl auch kaum den Mieter in Rechnung stellen, hier ist nichts vorgeschrieben.

16. Dezember 2015 at 12:26 #2468

Lars Inderthal

Die Kosten für die Anschaffung und den Einbau der Rauchwarnmelder muss der Eigentümer tragen. Möglich ist eine Umlage als Modernisierungskosten auf die Kaltmiete (11% pro Jahr), jedoch nicht auf die Betriebskosten. Das trifft natürlich auch zu, wenn der Eigentümer den Umweg über “gemietete” Rauchwarnmelder geht.

Die Kosten für die Wartung kann der Eigentümer auf die Betriebskosten umlegen, wenn das im Mietvertrag geregelt ist. Von der Sache her hat der Eigentümer mit der Wartung der Rauchwarnmelder nichts zu tun, denn die “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” ist in den Bauordnungen der meisten Länder den “unmittelbaren Besitzern” zugeordnet – in Mietwohnungen also den Mietern. Selbst wenn der Eigentümer einen Dienstleister beauftragt, die Geräte zu warten (was auch immer das soll), bleibt die gesetzliche Verpflichtung zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft bei den Bewohnern.

Grundsätzlich kann der Eigentümer selbst bestimmen, welche Rauchwarnmelder er in seinen vermieteten Wohnungen einbaut oder einbauen lässt. Gegen die Verwendung von so genannten “fernwartbaren Rauchwarnmeldern” allerdings hat gerade ein Mieter Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Infos dazu siehe zum Beispiel hier.

16. Dezember 2015 at 14:47 #2472

kai_2409

Das die Anschaffung und Einbau normal der Eigentümer zu bezahlen hat ist klar.
Die Wartung und Miete durch Ista der RM übersteigt klar die Kosten eines einmaligen Kaufes, wenn ich die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft nach HBO übernehme.
Für den Vermieter gilt das Gebot der Wirtschaftlichkeit bei Nebenkosten.
In meinem Fall möchte ich dafür Aufkommen, um RM die mir optisch gefallen (hochwertig sind) und diese selbst verbauen. Somit nehme ich dies den Vermieter ab.
Mein Problem ist, das die jetzt Angemieteten vom Vermieter überall mittig sind, wo ich meine Lampen befestigen möchte und nur von der Firma Ista kostenpflichtig versetzt werden können.
Des Weiteren hat der Vermieter im Wohnzimmer und in der Küche jeweils einen RM verbaut, welcher
nicht vorgeschrieben ist.
Muss ich als Mieter mehr als die HBO vorgibt zusätzlich an RM zulassen und gar noch bezahlen, oder kann ich diese einfach abbauen?
Im Mietvertrag steht nichts zu den Rauchmeldern, nur das Bedienungsblatt von der Fa. Ista, das ein Fehlalarm ausgeschlossen sei, alle 12 Monate Ista wartet (haha) und Empfehlung einmal im Monat diesen selbst zu testen.
Wenn der Vermieter die RM selbst bestimmen kann, kann ich die Firma Ista den Zugang verweigern und mich auf die HBO berufen?
Ich gebe keinesfalls die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft an den Vermieter ab.
Was ist mit dem störenden blinken LED des RM?
Ich möchte in meinen privaten Räumlichkeiten nicht gestört werden.
Bei Bekannten wurde berichtet, das jedes mal das ganze Ehebett verrückt würde, damit Ista/Techem oder wer auch immer, an den RM kommt, das kann es nicht sein?

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